Melissa Burmeister und Tino Hilbig übernehmen die Aufsicht im Freibad Bad Iburg

Mit Spannung blickt Bad Iburg auf die bevorstehende Wiedereröffnung des Freibads am 15. Mai. Dann werden auch zwei neue Gesichter mit an Bord sein und für Sicherheit, Sauberkeit und gute Stimmung im Freibad sorgen. Melissa Burmeister und Tino Hilbig treten ihren Dienst an – und bringen nicht nur langjährige Erfahrung, sondern auch große Vorfreude mit. Das Stadtgespräch Bad Iburg hat mit ihnen über ihre Motivation, die Herausforderungen des Berufs und ihre Erwartungen an die Saison gesprochen.

Herzlich willkommen in Bad Iburg! Frau Burmeister, Sie starten bereits am 1. April, Herr Hilbig am 1. Mai. Was hat Sie motiviert, in Bad Iburg die Beckenaufsicht zu übernehmen?

Melissa Burmeister: Das war tatsächlich relativ spontan. Ich habe gesehen, dass die Saisonkarten schon verkauft werden, und da kam mir der Gedanke: Haben die denn überhaupt schon Personal? Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass nicht, und so kam ich ins Gespräch mit dem Förderverein und der gGmbH. Es musste dann alles recht schnell gehen wegen der Kündigungsfristen bei meinem
ehemaligen Arbeitgeber. Dann habe ich mich ganz spontan dafür entschieden.

Tino Hilbig: Bei mir war es ein Anruf von Melissa. Wir kannten uns schon vorher von unserer gemeinsamen Zeit in Melle. Sie fragte, ob ich nicht Lust hätte, hier im Freibad Bad Iburg anzufangen. Da ich hier schon eine Saison gearbeitet hatte, war die Entscheidung schnell gefallen.

Frau Burmeister, Sie sind Meisterin für Bäderbetriebe. Können Sie uns kurz den Unterschied zu einer „normalen“ Fachkraft erklären und welche Kernkompetenzen Sie mitbringen?

Melissa Burmeister: Der Titel „Meisterin für Bäderbetriebe“ bedeutet, dass man eine weiterführende Ausbildung und Weiterbildung gemacht hat. Man ist in der Lage, ein Team zu führen. Meine Kernkompetenz ist natürlich, dass die Badegäste hier sicher schwimmen können. Das beinhaltet nicht nur die reine Aufsicht und die Fähigkeit zur Rettung im Notfall, sondern auch die Sorge um die Wasserqualität und eine saubere, sichere Umgebung, in der sich jeder wohlfühlen kann.


Herr Hilbig, als Fachkraft für Bäderbetriebe haben Sie ebenfalls umfassende Kenntnisse. Welche Erfahrungen sind für diese neue Aufgabe besonders wichtig und was unterscheidet Ihre Rolle im Alltag von der einer Meisterin für Bäderbetriebe?

Tino Hilbig: Für mich ist neben der direkten Beckenaufsicht auch das technische Know-how sehr wichtig. Jede Anlage hat ihre Eigenheiten, und ich bin gut darin, mich mit der Technik vertraut zu machen. Auch organisatorische Aufgaben, wie Materialbestellungen oder die Vorbereitung des Bades für die Eröffnung, gehören dazu. Der größte Unterschied zwischen einem Rettungsschwimmer und einer Fachkraft liegt in der umfassenderen Ausbildung der Fachkraft. Und natürlich gehört auch der Umgang mit herausfordernden Situationen, wie zum Beispiel mit Teenagern, die mal etwas über die Stränge schlagen, zum Alltag dazu.


Ein Freibad ist ja nicht nur ein Ort zum Schwimmen, sondern auch ein sozialer Treffpunkt. Was macht für Sie persönlich den Reiz und die Besonderheit des Bademeisterberufs aus, gerade in einem Freibad?

Melissa Burmeister: Der größte Reiz ist für mich definitiv die Arbeit draußen. Ich liebe es. Ich glaube, sonst würden wir unseren Sommer nicht so „op fern“, denn wir sind den ganzen Tag im Freibad. Andere Leute genießen ihren Sommer anders, vielleicht im Urlaub. Aber wir haben ja Spaß daran. Es ist witterungsabhängig: Gutes Wetter bedeutet einen anstrengenden Tag.

Tino Hilbig: Im Hallenbad ist der Tagesablauf oft sehr strukturiert und der Schwerpunkt liegt oft im Kursbetrieb. Im Freibad ist das Publikum viel diverser. Es kommen nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch viele ältere Frischschwimmer. Das macht den Job spannend und vielseitig. Man muss flexibel sein und sich immer wieder auf neue Situationen einstellen.


Mit Blick auf die kommende Saison: Was sind Ihre größten Erwartungen und Wünsche für Ihr erstes Jahr hier?

Melissa Burmeister: Mein größter Wunsch ist eine unfallfreie Saison. Das ist das Allerwichtigste. Und natürlich ganz viel Sonnenschein. Am besten von Mai bis September, damit die Besucher das Freibad in vollen Zügen genießen können und wir einen super Lauf haben.

Tino Hilbig: Ich habe ein sehr gutes Gefühl. Ich glaube, es wird hier super laufen. Das Publikum, das ich schon kennengelernt habe, zum Beispiel während der Corona-Zeit, war sehr angenehm. Ich stelle mich entspannt auf die Aufgaben ein. Klar wird es hier und da ein paar kleine „Macken“ und stressige Momente geben, wo wir schnell reagieren müssen, aber im Großen und Ganzen sehe ich alles positiv. Mein Wunsch ist auch eine unfallfreie Saison und, ja, natürlich auch mit viel Sonnenschein